“Franzosen in Tasmanien” oder aber ” Kevin unter Franzosen”

17 05 2009

Während der Sendepause meines Blogs ist so einiges passiert. Es tut mir wirklich leid, dass ihr wiederholt meine Seite aufgerufen und enttäuscht keinen neuen Bericht vorgefunden habt. Dies hatte einige Gründe. Der wohl ausschlaggebende war, dass ich einfach keine Zeit fand. Kurz nachdem ich mich vorm Laptop setze, hatte ich auch schon wieder das verlangen etwas zu unternehmen. Den Sommer und das traumhafte Wetter wollte ich in vollen Zügen genießen. Da nun die Tage kürzer und kälter werden, habe ich „notgedrungen“ mehr Zeit zum Schreiben. Der Western Arthur Bericht war die erste Folge meiner neuen „freien Zeit“  Neben neuen Erlebnissen versuche ich auch alte Gedanken aufzuarbeiten – wie zum Beispiel ein Wochenende unter Franzosen:

 

Zwei meiner besten Freunde sind französischer Herkunft. Es war Ende März als wir auf einer Party kurzer Hand beschlossen Mt. Anne zu erklimmen. Wie es im leicht angetrunkenen Zustand des Öfteren passiert, war die Euphorie sehr hoch. Schnell wurden Pläne gemacht und sogar an diesen Abend wurde das „Team“ zusammengestellt. So kam es, dass ich mich unter fünf Franzosen am nächsten Samstag wieder fand. Für die, die nicht wissen, dass ich kein Wort französisch spreche, betone ich es hier noch mal.

Wie angedeutet bestand unsere Gruppe aus sechs Mitgliedern. Grade genug um den alten VW Bus rappel’ voll zu machen. Dass wir statt der berechneten 3h Fahrt 7h brauchten, lag vor allem an der französischen Tradition den Tag mit Kaffee und auch Wein zu starten. So stoppten wir mehrmals auf den Weg und kamen dennoch bei unglaublich guten Wetter gegen Mittag am Fuße des Berges an. Schnell wurden Wanderstiefel und Rucksack startbereit gemacht, sodass wir den Aufstieg beginnen konnten. Erstaunlicherweise legten wir eine ordentliche Distanz zurück…

Gegen sechs Uhr abends standen wir nach einigen einfachen Kletterpartien vor dem Gipfel. Das Problem, welches wir nun hatten, ist einfach zu beschreiben: Der Gipfel ist verdammt schwer zu erklimmen. Obwohl es nur um die 40zig Höhenmeter waren, blieben wir ersteinmal sprachlos und suchten nach einer Möglichkeit aufzusteigen. Letztendlich schaffte es nur die Hälfte (stolze Anmerkung: inklusive meiner selbst) die Spitze zu erreichen. Das vertikale Klettern ohne Absicherung ist zugegeben auch ziemlich risikoreich.

Erschöpft entschieden wir uns die Zelte gleich an Ort und Stelle nahe des Gipfels aufzubauen. Das Wetter war immer noch ein Traum (Australiens). Das Mitschleppen von ( – wie sollte es auch anders sein) Mengen von Wein hat sich gelohnt. Bei einen fantastischen Sonnenuntergang hatten wir einen wirklich lustigen Abend mit einer Aussicht, wie ich sie kaum beschreiben kann.

Am nächsten Tag erwachten wir hingegen im dicken Nebel und mussten unser Frühstück bei 2Grad zu uns nehmen. Der Abstieg war mühsam und langsam. Jedoch immer noch amüsant ;)

Ein Wochenende besonderer Art endet hier. Das spezielle war hier die unglaublich lockere, gute Atmosphäre, die wir zwei Tage genießen konnten. Zudem sind wir vielleicht die ersten Europäer, die einen Weinabend direkt am Gipfel von Mt. Anne machten.

Mit dieser eindrucksvollen Tatsache lasse ich euch auf den nächsten Eintrag warten.

Viele Grüße,

Kevin


Aktionen

Information

2 Antworten

19 05 2009
maxuniabenteuer

Schöne Bilder!

21 05 2009
Rebecca

Ich würde gerne mit dir tauschen =)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s




Follow

Get every new post delivered to your Inbox.