Von Dürre und Sintflut

5 06 2009

In Deutschland macht sich der Sommer anscheinend mit warmen Temperaturen bemerkbar. Oft werde ich deshalb gefragt, wie denn das wetter bei mir sei. Sehr abenteuerlich!

Noch vor 3 Monaten klagte jederman über die Dürre, die seit Jahren Tasmaniens Klima bestimmt. Das warme Wetter konnte ich hingegen natürlich nur genießen. Kein Regen über Monate hinweg, keine kalten Temperaturen und keine Gewitter sind für einen Deutschen (zumindest für mich) eine willkommene Erhohlung. Dass Farmer Schafe schlachten mussten und vieBauern ihren Job aufgeben mussten, ist die andere Seite dieses Wetters. Mitte Märy begab ich mich über das Wochenende in die Highlands; das Gebiet welches ursprünglich Heimat vieler farmer war und nun vollkommen ausgetrocknet brach liegt. Gelbes vertrocknetes Gras dominierte die Landschaft für hunderte von Kilometern. Ich hoffe, ihr könnt auf dem Bild die Athmosphäre nachvollziehen. Wen überraschen dann noch die vielen Bushfeuer? Ich jedoch habe dieses Wetter jeden Tag von neuen genossen.

Drei Monate spaeter sitze ich vor dem Computer und schreibe diese Zeilen.Der Regen schlaegt gegen die Scheiben und iRadio werden immer mehr Sondermeldungen gestrahlt, die neue Strassen verkuenden, die gesperrt oder einfach unpassiebar geworden sind. Es ist eine Art Sinnflut! Seit tagen regnet es ohne Stop und mit einer Intensitaet, welche deutsche Regenguesse nur allzu selten erreichen. Strassen sind gesperrt, Transport wurde eingestellt und mein Arbeitsplatz (die Schule) ist dabei abzusacken. Wettervorhersage: Regen bis mindest Montag.

Ob dies das Ende der langen Duerre ist? Obowhl ich das trockene, warme Klima mehr gemocht habe, kann ich auch im Regen neue Erfahrungen sammeln. Die Outdoor-badewanne in kalten, regnerischen Naechten ist ebenso eine ganz spezielle Erfahrung, wie das Surfen im eiskalten, rauhen Ozean. Ebenso ein wicjtiger Zeitvertreib fuer lange verregnete Abende ist das Botbacken. Seit einiger Zeit backe ich mein Brot jeden Abend fuer den naechsten Tag. Gesund leben ist mehr als eine Lebenseinstellung; es ist auch viel Arbeit ;) Rad- und Kajakfahren kann man ebenso wie wandern auch gut im Regen machen.

Und zu guter letzt gibt es ja auch noch den Pub! Ihr seht also, ich bin auch bei viel Regen und Wind immer noch beschaeftigt.

Viele Gruesse ins nun warme Deutschland,

Kevin


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2 Antworten

5 06 2009
maxuniabenteuer

1. Schöne Bilder
2. Hier leiden wir gerade unter der Schafskälte: http://de.wikipedia.org/wiki/Schafskälte
3. Es heißt Sintflut, nicht Sinnflut: http://de.wikipedia.org/wiki/Sintflut
es sei denn, du meinst eine Flut für die Sinne
4. Interessanter Text, bitte mehr davon!

5 06 2009
julian1988

Oja, es ist wirklich nicht einfach, wieder hier zu sein. Am Anfang ist es mir hier sehr leicht gefallen, da ich von Familie und Freunden super aufgenommen und unterstützt wurde. Nun stellt sich jedoch der Alltag wieder ein und vieles erscheint einem dunkel und grau.
Wo sind die freundlichen Menschen hin, die man bis zu dem Zeitpunkt, wo sie einen auf offener Straße ansprechen, noch nicht einmal kannte? Die Offenheit, die Gelassenheit?
So gut ich meinen Mitmenschen hier versuche zu erklären, wie es toll so ein “freies Jahr” im Ausland ist, so wenig kann ich erwarten, dass sie es wirklich verstehen. Wie auch? Deswegen freue ich mich sehr, dass du bald wieder da bist! =)

Genieße deine restliche Zeit, lebe deinen Traum,

Juli

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